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Jazz im Sommer – Programm

Sonntag, 08.08.2021 

Kunst im Quadrat auf der Theresienwiese, Eintritt frei  

20 Uhr

SiEA

SiEA ist Avantgarde-Pop, SiEA ist Indie-Rock, SiEA ist Techno-Ballade. SiEA schlägt ein, baut sich auf, von klitzeklein bis gewaltig. SiEA nimmt dich bei der Hand und erzählt dir Geschichten, SiEA stellt dir ein Bein und bringt dich zum Tanzen. „Ein wahres Natur­er­eig­nis. Kein anderes Wort wäre passender für diesen überraschenden Mix von sphärischen Klängen bis bombastischem Bigband-Sound.“ Michaela Pelz, Süddeutsche Zeitung. Seit Januar 2018 zieht die all female Avantgarde Pop Band aus München über die Bühnen Deutschlands. Die sieben Musikerinnen bewegen sich elegant zwischen Pop, Jazz, Techno, Indie und Performance und kreieren etwas völlig Neues. Auch visuell bleiben sie durch performative Elemente und schillernd knalliges Kostümdesign im Gedächtnis.

Antonia Dering (voc), Patricia Romer (voc, synth), Ramona Schwarzer (tb), Bettina Maier/Lucie Graehl (ss, as, cl), Amelie Haidt (git, voc), Julia Hornung (b, moog), Lisa Wilhelm/Angela Requena Fuentes (dr, SPDSX), Carlotta Dering (Kostüm & Bühne)

www.siea-music.com

©Christoph Lohr

Samstag, 14.08.2021 

Kunst im Quadrat auf der Theresienwiese, Eintritt frei  

18 Uhr

TMT xplosif

Mit Monika Roscher, Tom Jahn und Tilman Herpichböhm haben sich drei Musiker*innen zusammengefunden, die schon lange als schillernde Grenzgänger zwischen den Stilistiken unterwegs sind. Monika Roscher entfacht mit ihrer Echoprämierten Bigband zurzeit ein Feuer in Europa, das seinesgleichen sucht, Herpichböhm trommelt sich durch die ange­sagtesten Festivals, Jazz- und Elektroclubs, und Tom „Tornado“ Jahn holt sich mit seiner Bigband Dachau Standing Ovations auf dem Jazz Festival Montreux. Die Drei treten hier in klassischer Hammondorgel-Triobesetzung auf. Jazz, Rock, Drone-Elektro, Pink Floyd und Techno, das Publikum und die drei Musiker*innen, Repertoire und Konzertort sind immer untrennbar mit der Musik verbunden, bedingen und inspirieren sich gegenseitig.

Monika Roscher (git), Tilman Herpichböhm (dr, effects), Tom Jahn (ham- mond B3)

www.monikaroscher.com

©Svenja Tietze

19:15 Uhr

Tim Collins Quartet

„Seit zehn Jahren lebt Tim Collins jetzt in München. Immer noch ist es ein Glücksfall für die hiesige Jazzszene, dass der 40-Jährige einst der Liebe wegen an die Isar zog und, selbst als die Liebe nicht mehr der Grund war, geblieben ist. Gehört Collins doch zur kleinen Schar der weltbesten Vibraphonisten, was er schon in seiner Heimat New York bewiesen hat: „Collins zertrümmert die Stereotypen dessen, was das Vibraphon kann“, feierte ihn dort schon vor vielen Jahren einmal ein Kritiker.“ (SZ, Oliver Hochkeppel). Ausgerüstet mit allen harmonischen und rhythmischen Finessen präsentiert die Band Eigenkompositionen und Jazzstandards.

Tim Collins (vib), Peter O‘Mara (git), Henning Sieverts (b), Matthias Gmelin (dr)

www.timcollinsmusic.com

©Thomas Radlwimmer

20:30 Uhr

Nick Woodland

„Der lässigste, beste und vielseitigste Rhythm ’n’ Blues- Gitarrist weit und breit“ (Süddeutsche Zeitung) Nick Woodland, der in London geborene Sänger, „irgendwo zwischen Bob Dylan und John Mayall, mit einem Schuss Eric Clapton“, präsentiert mit seiner bestens eingespielten Band eine wohldurchdachte Mischung aus dreckigem Blues, temperamentvollem Country und virtuosem Folk, gewürzt mit Reggae-und Surf-Rock-Anleihen. Kurz: Ein Sound irgendwo zwischen Mississippi-Delta und Highway durchs Alpenvorland. Ganz kurz: Ein Pflichttermin nicht nur für Blues-Fans!

Nick Woodland (git, voc), Klaus Reichardt (pedal steel, keys), Tom Peschel (b), Peter Oscar Kraus (dr)

www.nickwoodland.de

©Florian Huber

Samstag, 21.08.2021 

Bühne am Olympiastadion, Eintritt 30,-€ / erm. 24,-€*, www.muenchenticket.de

18:30 Uhr

Aki Takase Japanic

Ein neues und aufregendes Quintett der legendären Pianistin und Komponistin Aki Takase (jüngst in der Kategorie „Piano“ mit dem „Deutschen Jazzpreis“ ausgezeichnet) das zeigt, dass Jazz nichts von seiner Dynamik, Spielfreude und Spass verloren hat! Mit ihrem jungen Kollegen Daniel Erdmann (ein weiterer, aktueller Preisträger des „Deutschen Jazzpreis“ in der Kategorie „Holzblasinstrumente“) am Saxophon, DJ Illvibe aka Vincent von Schlippenbach an den Turntables (Produzent von Seeed, Peter Fox, Marteria etc.), Johannes Fink am Bass (Joachim und Rolf Kühn etc.) und Dag Magnus Narvesen am Schlagzeug (Kitchen Orchestra) hat sie sich profunde und experimentierfreudige Musiker an ihre Seite geholt, um neue musikalische Welten zu bereisen. Kein „funny smelling Jazz“, aber eine Tour de Force mit neuen und aufregenden Kompositionen, zu denen jeder etwas beigesteuert hat. Seit dem vielfach ausgezeichneten „New Blues Quintet“ hier nun endlich eine würdige Nachfolge! Jazz, der alle Generationen anspricht und so manch junger Band das Fürchten lehrt!

Aki Takase (p), Daniel Erdmann (ts), DJ Illvibe aka Vincent von Schlippenbach (turntables), Johannes Fink (b), Dag Magnus Narvesen (dr)

www.akitakase.de

©George Tuskany

20:30 Uhr

TINGVALL TRIO – DANCE

Das Tingvall Trio braucht keine Vorstellung mehr. Wer zu der Handvoll von Jazz Künst- lern aus Deutschland gehört, die auch international den Durchbruch geschafft haben, wer neben drei Echo Jazz Awards auch mit allen Studioveröffentlichungen Gold-Status erreicht hat, dessen neue Veröffentlichung wird mit Spannung erwartet. „Dance“ ist der Titel des neuen Werks, und das Trio nimmt die Hörer*innen mit auf eine Reise um die Welt, lässt unterschiedlichste Formen des Tanzes als Gefühlsausdruck aufblitzen. Jazz, der zwischen skandinavischen Jazzfolk-Melodien und geraden Rockrhythmen pendelt, dabei eine südliche Leichtigkeit versprüht und so die Zuhörer*innen im Sturm erobert.

Martin Tingvall (p), Omar Rodriguez Calvo (b), Jürgen Spiegel (dr)

www.tingvall-trio.de

©Steven Haberland

*Ermäßigung für Schüler*innen, Studierende, Mitglieder Förderkreis Jazz& Malerei München e.V. / mucjazz / Jazzclub Unterfahrt.

Sonntag, 22.08.2021

Wirtshaus am Bavariapark, Eintritt frei

11 Uhr

Veterinary Street Jazz Band

Die Wiege der Veterinary Street Jazz Band steht in München. 1978 formierte sich im traditionellen „Jazz-Stadt-Teil“ Schwabing eine nur scheinbar harmlose Studentenband. Seinen Namen leiht sich das Orchester in klassischer New-Orleans-Manier vom Grün- dungsort, der Veterinärstraße. Und von hier an ging es stetig bergauf. Konzertreisen führen das Orchester immer wieder quer durch Europa. Größte musikalische Anerken­nung erhält die Veterinary Street Jazz Band in Los Angeles, im Mutterland des Jazz, als ihr das Prädikat zuerkannt wird, „authentischen schwarzen Jazz“ zu spielen. Ihrem Markenzeichen sind sie seit Jahrzehnten treu: authentischer Jazz im Stile eines Louis Armstrong, Joseph „King“ Oliver, Clarence Williams und Fletcher Henderson.

Markus Krämer (tb), Heinz Dauhrer (tp, voc), Ingo Erlhoff (ts, cl), Stephan Reiser (as, cl, voc), Martin Seck (keys), Uli Kümpfel (banjo), Axel Blanz (dr), Stefan Frühbeis (sous)

www.vsjb.de                                        

©privat

Sonntag, 29.08.2021

Innenhof im Stadtmuseum, Eintritt 8,-€, www.muenchenticket.de

18:30 Uhr

aMUSE – singing poetry

Zeitgemäß und geschmackvoll vertonte Gedichte zweistimmig gesungen – das junge Ensemble aMUSE um die Dresdner Sängerin Karoline Weidt und den Münchner Sänger Kilian Sladek bringt Lyrik frisch zum Klingen. Diese dient den beiden sowohl als Mittel als auch als Inspiration für den gemeinsamen Kompositionsprozess. Die daraus entstehende Musik legt den Gehalt der Worte frei, umwebt sie, spinnt sie fort und malt Geschich­ten.
Eine besondere Kraft entsteht durch die Fusion der beiden Stimmen, und aMUSE wird zum Klangkörper; kraftvoll und dynamisch. Im Livekonzert mit ihrer Band wird diese Synergie für das Publikum spürbar.

Karoline Weidt (voc, comp), Kilian Sladek (voc, comp), Leo Betzl (p), Loreen Sima (b), Magnus Dauner (dr)

www.karolineweidt.de

©Stephie Schneider

20 Uhr

Andrea Hermenau Quartet – Die Nachtpracht

Für ihr Quartett hat Andrea Hermenau Stücke arrangiert und komponiert, die die poetische Seite der Nacht betonen – jener Zeit des Geschichtenerzählens, in der die Phantasie besonders farbig wird und Räume für mehrdeutiges Welterleben öffnet. In den modernen Bandsound des hervorragenden Quartetts sind u.a. minimal music-Texturen mit südosteuropäischer Rhythmik und melancholisch-expressiven Klängen verwoben. Hermenaus Kompositionen sind inspiriert von Gedichten, Mythen und Sevdalinka, traditionellen bosnischen Liedern. Ihr lyrischer Gesang vermag dabei die Facetten des nächtlichen Dunkels, bei einigen Stücken auch textlos unisono mit Saxophon oder Klavier, auf eine ergreifende Weise sowohl zu verstärken als auch zu kontrastieren. Durch das fein abgestimmte Zusammenspiel mit ihren fantastischen Mitmusikern wirkt die Musik wie beflügelt. Andrea Hermenau wurde in diesem Jahr mit dem Förderpreis Musik der Landeshauptstadt München ausgezeichnet.

Andrea Hermenau (p, voc), Till Martin (ts), Sven Faller (b), Bastian Jütte (dr)

www.andrea-hermenau.de

©Horst Hermenau